Raku

Eines der schönsten Techniken für mich ist der Rakubrand. Er bringt auf ein Töpfergut krakeleeartige Zeichnungen und verleiht meinem Objekt einen interessanten schwarz/weiß Ton.

Raku ist eine Technik, die ihren Ursprung in Japan hat. Hier wurden bereits im 16. Jahrhundert Dachziegel für den Palast Jurakudai hergestellt.

Raku bedeutet „Freude“.

Wie funktioniert das:

Ich fertige ein Objekt an und nachdem es gut durchgetrocknet ist kommt es in den Schrühbrand. (Das lasse ich in der Werkstatt machen).

Dieses Gefäß kann ich nun mit der Rakuglasur versehen. Ich reserviere vorher einige Stellen auf dem Gefäß mit Wachs, um so ganz gezielte schwarze Stellen zu erzeugen.

Dann kommt das Objekt in den Rakuofen und wird bei 800-1000 Grad gebrannt (Niedrigbrand).

Wenn es fertig ist wird es in einen großen, mit Sägespäne gefüllten Behälter gelegt und zugedeckt. Der Rauch, der nun entsteht kann am besten mit einem nassen Tuch eingefangen und so abgedichtet werden.

Etwa 10 bis 15 Minuten lasse ich das Objekt im Topf.  Der Rauch ist in die kleinen Risse der Glasur eingedrungen, macht diese schwarz und bringt die wunderschöne Krakeleestruktur ans Licht. Alle zuvor mit dem Wachs reservierten Flächen sind ebenfalls durch den Rauch schwarz geworden.

Welch ein Zauberwerk. Jedes Mal versetzt es mich ins Staunen über das einmalige, nur schlecht planbare Resultat. Damit ist jedes Objekt ein Unikat.